Gut zu wissen! – Thema Asbest? … Asbest!

GUT ZU… WISSEN!

Gut zu Wissen! – Asbest? … Asbest!

Kürzlich wurde das Schulgebäude „Gesamtschule“ an die Stadt Würselen übergeben.

Asbestfasern unter dem Mikroskop

Asbestfasern unter dem Mikroskop

Ehemals befanden sich auf dem Grundstück ein Teerwerk (nicht Asphalt) und ein Instand- bzw. Wartungsbetrieb für Lokomotiven. Wahrscheinlich wurden Bahnschwellen für langjährige Haltbarkeit mit Teer getränkt und zur Trocknung gelagert.
So glaubt der Laie, dass in den Boden des Baugrundstückes „Gesamtschule“ ein undefinierbares Giftgemisch von Altöl, flüssigen Teerprodukten, Kohlenruß aus der Säuberung von Lokomotiven und was sonst noch für Altlasten ungehindert versickerten. Der damalige Kreis über zog das Grundstück mit einem Bauverbot und es wurde mit Asche abgedeckt. Damals wollte man die Menschen schützen.

In den vergangenen Jahren stellten Bodengutachter fest, dass kein Gift an die Oberfläche gestiegen ist, aber auch in der Tiefe wenig bis gar nichts zu finden wäre. Schutzmaßnahmen waren nicht mehr erforderlich.

Sehr, sehr seltsam oder besser beängstigend…
Mit von Gutachten bereinigtem Gewissen hieß es dann „Bagger und Raupen“ los. Aus Geländeplanierungen, Aushub für Fundamente und für Kanäle wurden tausende Tonnen Erde auf dem Grundstück hin und her geschoben – sowie verfüllt.
Es blieb ein relativ überschaubarer Aushubrest übrig. Ca. 1700 cbm loser Aushub fanden nach vielen Wanderungen über das Grundstück eine Endlagerung nördlich der Sporthalle. Das entspricht rd. 175 LKW mit 14,5 to Ladegewicht.
Überraschend stellte ein noch unbekannter Jemand fest, dass in dem Erdhaufen asbestbelegte Trommelscheibenbeläge vorhanden sind. Sie stammen von den Bremsbacken der Lokomotiven und es seien [Zitat] nicht mehr, als in einen Schuhkarton [Zitat ende] (!?) passen würden.

Die Wunderfaser Asbest hält 1000 Grad Hitze aus. Asbest wurde u. a. daher für die Herstellung besonders hitzebeständiger Trommelbremsbeläge verwandt. Für die tonnenschweren Lokomotiven, wo beim Bremsen gewaltige Hitze an den Trommeln entstanden, sorgten Asbestbeläge für Sicherheit beim Bremsen.
Leider zerfällt die Asbest-Langfaser in Minifaserteile, die sich im menschlichen Körper festsetzen können. Die Lungenkrankheit Asbestose mit schlimmen Auswirkungen kann drohen. 1995 wurde Asbest in Deutschland und ab 2005 in der EU verboten.
Der Erdhaufen soll gesiebt werden. Man glaubt wohl größere Asbestbremsbeläge zu finden. Kann sein; aber durch den maschinenbetriebenen Aushub und das Hin und her Geschiebe vor Ort mit schweren Geräten wurde mancher Bremsbelag zermatscht und in Minifasern zerlegt. Die andauernde sommerliche und trockene Warmluft hat manche Kurzfaser zum Schweben verleitet. Atmen kann zum Risiko geworden sein oder noch werden.

Wer kann/könnte durch den Aushub gefährdet sein?
Vorab die Menschen während der Bauzeit, die Anlieger am Baugrundstück, Nutzer der Sporthalle und überhaupt alle Menschen, die sich bei Luftbewegungen entlang des Gifthaufens bewegen.

Auf Nachfrage der UWG versicherte die Verwaltung, dass mit der Bezirksregierung und der Städteregion alles geregelt sei. 

Eine Bürgerin konnte jedoch- leider nur mündlich – erfahren, dass nichts in Ordnung sei.
In der Zeitung stand dann, dass der Erdhaufen abzudecken und mit einem Zaun zu schützen sei. In Köln hat man die Gefahr wohl erkannt.
Christo würde die Verhüllung des mit Asbest gemischten Erdhaufens mit Ungenügend bewerten, die Asbestose hat eine Inkubationszeit von vielen Jahren bis Jahrzehnten.

Man merkt so schnell nichts. Daher verwundert es kaum, dass Lehrkräfte, die es eigentlich wissen sollten, und Eltern so ruhig bleiben. Sie müssten gemeinsam Sturm gegen den Schicksalsberg laufen.

TIPP: Zumindest sollte man dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche japanischen Atemschutz beim Vorbeigehen tragen.

Gut zu wissen! – Thema Mühlenweg

GUT ZU… WISSEN!

Gut zu Wissen! – Thema Mühlenweg!

Der Mühlenweg ist eine schmale zum Teil durch Wald geführte Straße zwischen Würselen und Kohlscheid. Seit Jahrzehnten werden Verkehrsberuhigungen von den Anliegern zu Recht gefordert. Der Ausbau der L223 (Straße Birk und Herzogenrath) hat die Situation vor Ort deutlich verschärft.

Die UWG hatte schon vor einiger Zeit eine Ratsvorlage eingebracht, dass eine Ampelanlage den Verkehr beruhigend regeln könnte. Zumindest sollte ein Versuch gestartet werden.
Im Rat hat die Mehrheit (SPD, FDP und CDU) müde gelächelt und zeitlich nicht absehbare Lösungen in die Waagschale ihre Ablehnung geworfen.

Am 17.06.2019 schrieb die UWG nochmals den Bürgermeister,
Arno Nelles, an; Auszug aus dem Schreiben:

[…] „Als verwertbare Kompromisslösung schlagen wir wiederum eine Verkehrsregelung mittels Lichtanlage (Ampelschaltung) vor. Zumindest versuchsweise sollte ein Test probiert werden. Es wäre eine direkte und schnelle Lösung des Problems. Wir bitten Sie daher herzlich dem UWG-Antrag zeitnah zu folgen und entsprechende Schritte einzuleiten. Danach kann in Ruhe nach anderen Lösungen gesucht werden.“ […]

Antwort = Null!

Jedoch angenehme ÜBERRASCHUNG (01.09.2019):

Aktuell ist eine Ampelanlage an der Wurmbrücke für 7 Wochen installiert. Danach?! …

Die UWG Fraktion bedankt sich sehr herzlich für die geheime Annahme ihres mehrmaligen Vorschlages zugunsten der Anlieger am Mühlenweg.

Sie ist aber auch gespannt, welches Vögelchen sich die Erfolgs-federn überziehen wird.

Gut zu wissen!

Herzlich willkommen zu unserer neuen Rubrik „Gut zu wissen!„.

Wir möchten Sie bei „Gut zu wissen“ gemäß dem Sprichwort – in der Kürze liegt die Würze – auf den Punkt Informieren.