Gut zu Wissen! – Thema: Wer die Wahl hat…

GUT ZU… WISSEN!

Gut zu Wissen! – „Wer die Wahl hat…“ 
(Stand 02-02-2020)

Am 13.09. wird auch in Würselen der Rat neu gewählt.
Die Wählerinnen und Wähler haben zwei Stimmen (2 Kreuzchen). Eine Erststimme, mit der ausschließlich nur die namentlich genannten Kandidatinnen oder die namentlich genannten Kandidaten gewählt werden. Mit der Zweitstimme werden Listen, die mehrere Kandidaten/innen enthalten, gewählt.
Die Listen werden von Parteien bzw. von der UWG erstellt und die Reihenfolge ihrer Vertreter/innen werden in der Liste vorab bestimmt. Mit den personalisierten Listen werden die Parteien bzw. die UWG gewählt.

Über eine komplizierte Berechnung werden nach der Wahl die Ratsmandate unter Berücksichtigung der Listenwahl-Mehrheitsverhältnissen verteilt. Platz 1 einer Liste kommt zumeist in den Rat.
Vom Gesetzgeber eine gut durchdachte und demokratisch ausgerichtete Wahlregelung.

Soweit so gut.

Die CDU hat in den letzten Wochen insgesamt 3 (drei) Ratsverordnete verloren. Eine trat komplett zurück und gab ihren Ratsplatz zugunsten eines CDU-Mannes auf. Frau Monique Kern nahm ihr Ratsmandat mit in die FDP-Fraktion. Frau Sylvia Köhne hat sich von der CDU getrennt und bekleidet als Fraktionslose ihr Ratsmandat als Einzelkämpferin.

Überschrift AZ vom 31.01. „Die CDU schrumpft zur Herrenrunde
Es wird noch schlimmer.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Jürgen Schmitz hat wohl in einem Kurzinterview der AZ vermittelt:
Zitat aus der AZ vom 31.01.: „Schließlich seien Köhne wie Kern nicht direkt in den Rat gewählt worden, sondern über Listenplätze. Anders ausgedrückt: Sie verdanken ihre Mandate Stimmen für die CDU, nicht für ihre eigene Person“.

Sehr krass und mit einer frechen Ungeheuerlichkeit werden die Zweitstimmenwähler/innen der CDU von ihrem Fraktionsvorsitzenden mit Füssen getreten. Schonungslos und wahrhaftig unchristlich werden hier die Kandidatinnen der Listen-CDU quasi als entbehrlich für die CDU-Fraktion hingestellt. Die CDU fühlt sich demnach so stark, dass sie auf Zweitstimmen locker verzichten kann.

Was sollte man am 13.09. beachten:

Kein Kreuz für die CDU-Liste, denn die von ihr aufgestellten Personen zählen in der CDU nicht.

TIPP: Wähler/innen können ihr zweites Kreuzchen (Listenwahl) an jeder anderen Liste, außer bei der CDU setzen.

Die UWG-Liste ist die beste Wahl.

Gut zu Wissen! – Thema Ratskarusell

GUT ZU… WISSEN!

Gut zu Wissen! – Das Ratskarusell!
(Stand 31-01-2020)

Am vergangenen Wochenende tagten der Verein und die Fraktion der Unabhängigen Wähler (UWG Würselen = Ist ein Verein und keine Partei!!).

Einziges Thema war die anstehende Kommunalwahl.

Am 13.09. 2020 haben die wahlberechtigten Wähler/innen die Möglichkeit, das politische Handeln des Rates in Würselen drastisch zu ändern.

2012 wurden auf Anregung der UWG die Ratsmandate von 44 Sitze auf 38 Sitze gekürzt.
Mit der Verringerung hat sie sich quasi selbst geschadet. Eine Handvoll Stimmen mehr und sie hätte einen 4. Sitz gehabt.

Aktuell sieht es so aus:
SPD 16 Sitze, CDU 11 Sitze, Grüne 3 Sitze, FDP 4 Sitze, UWG 3 Sitze und Fraktionslos 1 Sitz.
Zwei Ratsfrauen traten im Laufe des Januars aus der CDU-Fraktion aus und eine davon in die FDP ein. Hierdurch erhielt die FDP – für sie sehr überraschend – einen Sitz mehr. (FDP von 3 auf 4 und CDU sank von 13 auf 11). Die zweite „CDU“-Ratsfrau nahm ihren Sitz mit und ist jetzt fraktionslos. Man kann aber auch sagen, dass der Wille der Wähler/innen von diesen Vorgängen ausgehebelt oder besser, betrogen wurde.

Die beiden großen Fraktionen mit 11 bzw. 16 Ratsmandate stellen allein für sich eine Übermacht gegenüber den restlichen 10 Ratsmandate (plus 1 fraktionslose Stadtverordnete) dar.

Da kommt schon das Gefühl auf, dass Absprachen Entscheidungen maßgeblich beeinflussen können. Gefahr, Gefahr: Die Vernunft geht dabei schneller unter als die Titanic.

Den Parteien sind unabhängige Bürgervereinigungen unsympathisch. Parteien können nicht aus ihrer Haut. Ideologien und ihre übergeordneten Organisationen disziplinieren ihr Denken.
Anders die Unabhängigen; so wird die UWG-Würselen trotz erdrückender Übermacht immer mit freiem, unabhängigen Geist politisch arbeiten. Die UWG-Mitglieder erlebten oft in Ratssitzungen und in Fachausschüssen, dass ihre guten Ideen oder Anträge von den Mehrheiten nicht angenommen wurden.
Aber plötzlich tauchten sie etwas später quasi abgekupfert bei den Parteien oder frech weg in der Presse wieder auf. Die UWG-Fraktion machte gute Miene zum bösen Spiel.

Ihr Motto ist: Hauptsache im Sinne der Bürger/innen.

Die UWG-Arbeit im Rat wird in einem Sonderflyer veröffentlicht, der dann den Wähler/innen zur Verfügung steht.

Gut zu wissen, was bis zum 13.09. getan werden kann.

Die UWG freut sich über jede Erst- und Zweitstimme am Wahltag.

Ab sofort sollten die Wähler/innen die UWG tatkräftig nach ihren Möglichkeiten unterstützen.

Viel mehr Wissen findet sich auf www.uwgwuerselen.de

Gut zu wissen! – Thema Asbest? … Asbest!

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Gut zu Wissen! – Asbest? … Asbest!

Kürzlich wurde das Schulgebäude „Gesamtschule“ an die Stadt Würselen übergeben.

Asbestfasern unter dem Mikroskop

Asbestfasern unter dem Mikroskop

Ehemals befanden sich auf dem Grundstück ein Teerwerk (nicht Asphalt) und ein Instand- bzw. Wartungsbetrieb für Lokomotiven. Wahrscheinlich wurden Bahnschwellen für langjährige Haltbarkeit mit Teer getränkt und zur Trocknung gelagert.
So glaubt der Laie, dass in den Boden des Baugrundstückes „Gesamtschule“ ein undefinierbares Giftgemisch von Altöl, flüssigen Teerprodukten, Kohlenruß aus der Säuberung von Lokomotiven und was sonst noch für Altlasten ungehindert versickerten. Der damalige Kreis über zog das Grundstück mit einem Bauverbot und es wurde mit Asche abgedeckt. Damals wollte man die Menschen schützen.

In den vergangenen Jahren stellten Bodengutachter fest, dass kein Gift an die Oberfläche gestiegen ist, aber auch in der Tiefe wenig bis gar nichts zu finden wäre. Schutzmaßnahmen waren nicht mehr erforderlich.

Sehr, sehr seltsam oder besser beängstigend…
Mit von Gutachten bereinigtem Gewissen hieß es dann „Bagger und Raupen“ los. Aus Geländeplanierungen, Aushub für Fundamente und für Kanäle wurden tausende Tonnen Erde auf dem Grundstück hin und her geschoben – sowie verfüllt.
Es blieb ein relativ überschaubarer Aushubrest übrig. Ca. 1700 cbm loser Aushub fanden nach vielen Wanderungen über das Grundstück eine Endlagerung nördlich der Sporthalle. Das entspricht rd. 175 LKW mit 14,5 to Ladegewicht.
Überraschend stellte ein noch unbekannter Jemand fest, dass in dem Erdhaufen asbestbelegte Trommelscheibenbeläge vorhanden sind. Sie stammen von den Bremsbacken der Lokomotiven und es seien [Zitat] nicht mehr, als in einen Schuhkarton [Zitat ende] (!?) passen würden.

Die Wunderfaser Asbest hält 1000 Grad Hitze aus. Asbest wurde u. a. daher für die Herstellung besonders hitzebeständiger Trommelbremsbeläge verwandt. Für die tonnenschweren Lokomotiven, wo beim Bremsen gewaltige Hitze an den Trommeln entstanden, sorgten Asbestbeläge für Sicherheit beim Bremsen.
Leider zerfällt die Asbest-Langfaser in Minifaserteile, die sich im menschlichen Körper festsetzen können. Die Lungenkrankheit Asbestose mit schlimmen Auswirkungen kann drohen. 1995 wurde Asbest in Deutschland und ab 2005 in der EU verboten.
Der Erdhaufen soll gesiebt werden. Man glaubt wohl größere Asbestbremsbeläge zu finden. Kann sein; aber durch den maschinenbetriebenen Aushub und das Hin und her Geschiebe vor Ort mit schweren Geräten wurde mancher Bremsbelag zermatscht und in Minifasern zerlegt. Die andauernde sommerliche und trockene Warmluft hat manche Kurzfaser zum Schweben verleitet. Atmen kann zum Risiko geworden sein oder noch werden.

Wer kann/könnte durch den Aushub gefährdet sein?
Vorab die Menschen während der Bauzeit, die Anlieger am Baugrundstück, Nutzer der Sporthalle und überhaupt alle Menschen, die sich bei Luftbewegungen entlang des Gifthaufens bewegen.

Auf Nachfrage der UWG versicherte die Verwaltung, dass mit der Bezirksregierung und der Städteregion alles geregelt sei. 

Eine Bürgerin konnte jedoch- leider nur mündlich – erfahren, dass nichts in Ordnung sei.
In der Zeitung stand dann, dass der Erdhaufen abzudecken und mit einem Zaun zu schützen sei. In Köln hat man die Gefahr wohl erkannt.
Christo würde die Verhüllung des mit Asbest gemischten Erdhaufens mit Ungenügend bewerten, die Asbestose hat eine Inkubationszeit von vielen Jahren bis Jahrzehnten.

Man merkt so schnell nichts. Daher verwundert es kaum, dass Lehrkräfte, die es eigentlich wissen sollten, und Eltern so ruhig bleiben. Sie müssten gemeinsam Sturm gegen den Schicksalsberg laufen.

TIPP: Zumindest sollte man dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche japanischen Atemschutz beim Vorbeigehen tragen.

Gut zu wissen! – Thema Mühlenweg

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Gut zu Wissen! – Thema Mühlenweg!

Der Mühlenweg ist eine schmale zum Teil durch Wald geführte Straße zwischen Würselen und Kohlscheid. Seit Jahrzehnten werden Verkehrsberuhigungen von den Anliegern zu Recht gefordert. Der Ausbau der L223 (Straße Birk und Herzogenrath) hat die Situation vor Ort deutlich verschärft.

Die UWG hatte schon vor einiger Zeit eine Ratsvorlage eingebracht, dass eine Ampelanlage den Verkehr beruhigend regeln könnte. Zumindest sollte ein Versuch gestartet werden.
Im Rat hat die Mehrheit (SPD, FDP und CDU) müde gelächelt und zeitlich nicht absehbare Lösungen in die Waagschale ihre Ablehnung geworfen.

Am 17.06.2019 schrieb die UWG nochmals den Bürgermeister,
Arno Nelles, an; Auszug aus dem Schreiben:

[…] „Als verwertbare Kompromisslösung schlagen wir wiederum eine Verkehrsregelung mittels Lichtanlage (Ampelschaltung) vor. Zumindest versuchsweise sollte ein Test probiert werden. Es wäre eine direkte und schnelle Lösung des Problems. Wir bitten Sie daher herzlich dem UWG-Antrag zeitnah zu folgen und entsprechende Schritte einzuleiten. Danach kann in Ruhe nach anderen Lösungen gesucht werden.“ […]

Antwort = Null!

Jedoch angenehme ÜBERRASCHUNG (01.09.2019):

Aktuell ist eine Ampelanlage an der Wurmbrücke für 7 Wochen installiert. Danach?! …

Die UWG Fraktion bedankt sich sehr herzlich für die geheime Annahme ihres mehrmaligen Vorschlages zugunsten der Anlieger am Mühlenweg.

Sie ist aber auch gespannt, welches Vögelchen sich die Erfolgs-federn überziehen wird.

Gut zu wissen!

Herzlich willkommen zu unserer neuen Rubrik „Gut zu wissen!„.

Wir möchten Sie bei „Gut zu wissen“ gemäß dem Sprichwort – in der Kürze liegt die Würze – auf den Punkt Informieren.