Die Obstwiese und das Rad (Ralf-Niederhäuser)

Ralf Niederhäuser UWG Kandidat in Würselen (Wahl am 13.09.2020)

Zwei zeitnahe Ziele möchte ich in meiner künftigen Ratsarbeit berücksichtigen. Hinzu kommen natürlich die Themen der UWG aus dem Flyer „UWG, Wir stellen uns vor“.

Die nachfolgenden Themen sind nicht neu, aber ruhen zumeist in sich selbst. Gemeinsam mit den Bürgerinnen in Würselen avisiere ich schnelle Lösungen und erwarte von der Verwaltung schnelle Erfolge.

Saubere Umwelt (Luft, Boden, Wasser, Lebewesen)

  • An neuralgischen Schmutzecken sind mehr Abfallkörbe aufzustellen und regelmäßig zu leeren. Bürgerinnen sollen mit ihren Ortskenntnissen mithelfen und aus ihrer Sicht kritische Abfallstellen bei der UWG melden.
  • Schon immer stemmte sich die UWG im Rahmen von Bebauungsplanverfahren gegen Versiegelungen. Versiegelung heißt, dass Wasser, wenn überhaupt, nur ganz gering versickert. Die Suche der Pflanzenwurzeln nach natürlichem Boden wird unterbunden. Kaum jemand ist mir bekannt, der Versiegelungen begrüßt. Trotzdem vergrößern sich versiegelte Flächen in Vorgärten. Betonbeläge oder Schotter prägen viele Straßenzüge. Die Menschen hatten bestimmt aus ihrer Sicht verständige Gründe für ihre Vorgartengestaltungen. Sie werden daher hier nicht verurteilt. Jedoch können sie den Umstand deutlich verbessern.
  • Die Eigentümer/innen oder auch Mieter/innen solcher Flächen können mit gutem Willen umweltfreundlich reagieren. So können Blumenkübel mit insektenfreundlichen Pflanzen aufgestellt werden. Preiswert, attraktiv und Leckerli für Bienen sowie für andere Insekten ist Lavendel (als Beispiel). Auf befestigte Flächen kann der Effekt „Streuobstwiese“ erreicht werden. Äpfel, Birnen usw. in einer Ecke auf den Boden gelegt, verändern sich zu einer Heimat von Insekten. Viele Arten finden Futter und können Eier ablegen.
  • Im Bereich der Vorgärten finden an der Hauswand Insektenhotels einen guten Platz. Die UWG bittet Eigentümer/innen und Mieter/innen um angemessene Aktionen. Es wäre sehr schön, wenn der Bitte gefolgt werden kann. Bei denen, die schon entsprechend gehandelt haben, bedankt sich die UWG herzlich.
  • Die Stadt soll verpflichtet werden an jedem städtischen Gebäude (Schulen, Kitas und Mietobjekte) Insektenhotels anzubringen bzw. die Anzahl zu erweitern. In der Nähe dieser „Hotel“ sind auf städtischem Gelände bienen- bzw. insektenfreundliche Blühpflanzen zu setzen.
  • Die Politik muss die Verwaltung zur Prüfung veranlassen, ob es städtische Zuschussmöglichkeiten für das Anbringen von Insektenhotels an Privathäusern gibt. Das Geld dürfte da sein, wenn auf eine Automatenaufstellung für Bienenfutter?? verzichtet wird.

Zur Luftverbesserung sind die E-Autos ein Tropfen auf den heißen Stein. Unabhängig von der kritischen Herstellungsfrage zu den Batterien dürfte auch eine rasant steigende Stromerzeugung Umweltprobleme auslösen.  Längerfristig setze ich auf die grenzenlos erneuerbare Energie Wasserstoff. Die technische Entwicklung hat aus meiner Sicht viel zu spät begonnen. Unsere Enkel werden den giftfreien Antrieb hoffentlich erleben.

Für eine Verbesserung der unzulänglichen Radverkehrssituation

In Würselen werde ich mich einsetzen. Radverkehre müssen in die aktuellen und künftigen Verkehrskonzepte eingebunden werden. Dabei ist für Fußgänger/innen auf gemeinsam zu nutzenden Wegen die Sicherheit vorrangig zu gewährleisten

  • Als erstes sind die Radverkehre auf der Kaiserstraße zu betrachten. Kurzfristig müssen die Radstreifen auf beiden Seite rot eingefärbt werden. Autofahrer werden dann besonders über den Eyecatcher „ROT“ sensibel auf die die beidseitige Radverkehrssituatiion aufmerksam gemacht.
  • Vor allen Straßeneinmündungen sind im gesamten Stadtgebiet auch bei nicht vorhandenen Radwegen-/streifen Rotfärbungen zur Sicherheit aller Radler/innen anzubringen.

Strecke Aachen – Jülich

  • Der Radverkehr im Marktbereich muss sofort Vorrang haben. Trennlinien sollen Fuß- und Radverkehre konkret ausweisen.
  • Bei der Querung der Wilhemstraße müssen Radler/innen auf Gegenverkehr, Rechtsvorfahrt und unglaublich auch auf Linksabbieger achten; die haben alle Vorfahrt und das Rad steht still. Einen sicheren Fußgängerüberweg gibt es nicht. Insgesamt muss dieser Skandal vorrangig anders geregelt werden. Die UWG hatte diese gefährliche Verkehrsführung schon mehrmals bemängelt.
  • Weiter geht es bei der Überquerung der Friedrichstraße in Höhe Willi-Brandt Ring Auch hier muss dringend dem Radverkehr und den Fußgänger/innen Vorrang eingeräumt werden.
  • Ein Unikum ist das Stoppschild vor der Brücke die Salmanusstrasse auf dem kreuzenden Radweg. Radler/innen müssen stehen bleiben und mindestens mit einen Fuß den Boden berühren. Wenn nicht, gibt es überraschend einen Strafzettel (Knolle). Da muss das Halteschild zugunsten des Radverkehrs versetzt werden. Der Autoverkehr muss stehen bleiben, dann können auch Fußgänger/innen sicher die Salmanusstrasse queren.

Die hier aufgezeigten Radverkehrs- bzw. Fußgängerprobleme und daraus resultierende Gefahren betreffen besonders Schülerverkehre, die als großes Ziel die GS anradeln oder dort hingehen. Eine Dringlichkeit schneller Lösungen liegt auf der Hand.

  • Der Verlauf einiger Radwege ist sehr gefährlich. Unfälle sind beinah zu erwarten. Zumindest in schwer einsehbaren Kurven sind Trennungslinien mit Richtungspfeilen auf den Radwegen anzubringen. Auch der Fußgängerverkehr profitiert hiervon.
  • Hindernisse wie Verkehrsschilder, Lampen etc. sind zu versetzen. Der Bewegungsraum ist von Ästen und sonstigem Bewuchs. freizuschneiden. Dadurch wird auch der fußläufige Verkehr geschützt.
  • Durch Wurzeln entstandene Stolperfallen müssen entschärft werden.
  • In der Verwaltung muss eine Anlaufstelle eingerichtet werden, bei der Probleme von Fahrradfahren aber auch von Fußgängern auf Radwegen gemeldet werden können. Dann kann die Verwaltung zeitnah reagieren.

Es gibt noch viel mehr. Der Anfang muss sofort gemacht werden.

Ehrlich: Die Umsetzung des Vorgenannten wird teilweise sehr schnell gehen aber manches, doch länger dauern. Jedoch nicht mehr als 3 Jahre.

Unterstützen sie bitte die UWG, dann schaffen wir es gemeinsam auch.

Sofern ich das Vertrauen der Wähler/Innen gewinne, werde ich als Ratsmitglied besonders zu den oben genannten Themen immer ansprechbar sein..