Sicherheit für die Gesamtschule

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An den
Bürgermeister der Stadt Würselen
Arno Nelles

Würselen den 24.06.2019

Sicherheit für die Gesamtschule

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die UWG-Fraktion bittet, in der Ratssitzung am 09.07.2019 den Rat über das Ergebnis der Besichtigung des Neubaus der Gesamtschule durch die Feuerwehr zu berichten. Berichterstatter sollte ein Verantwortlicher aus der Feuerwehr sein.

Des Weiteren bittet die UWG-Fraktion, die von Ihnen oder von dem Sicherheitsbeauftragten der Stadt Würselen in der Ratssitzung am 09.07.2019 die am 18. März an Sie gesandten aber leider noch ungeklärten Fragen zu beantworten.

Begründung:

  • Aus offiziellen Stadtportal der Stadt Würselen

Feuerwehr besichtigt Neubau der Gesamtschule
24. Juni 2019
(psw/ma) Im Rahmen ihrer regelmäßigen Übung, die der Löschzug Würselen-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr vierzehn-tägig durchführt, haben die Wehrleute diesmal den Neubau Gesamtschule besichtigt. Hierbei haben sich einen Überblick über das Gebäude und die Rahmenbedingungen bei einem eventuellen Einsatz verschafft. Besonderes Interesse galt den Naturwissenschaftsräumen und der technischen Ausstattung, hier natürlich insbesondere der Brandmeldeanlage, den Fluchtwegen, Feuerwehrzufahrten und Löscheinrichtungen.

  • Schreiben der UWG Fraktion vom an Herrn Arno Nelles vom 18.03.19 (siehe link)

Einem Wochenendbericht der Tageszeitung war kürzlich zu entnehmen, dass es bei einem Rettungseinsatz am Freitagnachmittag, den 15.03.2109, am städtischen Gymnasium zu beträchtlichen Verkehrsbehinderungen im Zentrum und auf den zuführenden Straßen kam. Und dies, obwohl das Gymnasium verkehrlich sehr gut erschlossen ist. Auch ist auf dem Schulgrundstück genügend Bewegungsraum für die Rettungskräfte einschließlich Fahrzeuge vorhanden. Leider wurden trotz der erkennbaren Gefahrenlage einige Autofahrer renitent, die das verkehrliche Problem verschärften. Das ist ein trauriger Umstand, der neuerdings oft vorkommt und Rettungs- sowie Ordnungskräfte vor beinah unlösbaren Schwierigkeiten stellt

Daher liegt es nahe, schon im Rahmen einer übersehbaren Rettungsaktion zu erwartenden chaotischen Verhältnissen in Würselen anzunehmen. Wie sieht es erst bei einem beträchtlichen Ernstfall aus?

In der UWG-Fraktion bestehen große Befürchtungen darüber, was bei einem Rettungseinsatz an der Gesamtschule eintreten könnte. Die Erschließung des Grundstückes bzw. Anbindung an öffentliche Straßen ist nicht annähernd mit der Erschließungssituation des Gymnasiums zu vergleichen. Das rd. 120 m lange GS-Gebäude ist auf dem Grundstück ohne genügend Freiräume für Rettungseinsätze gebaut worden. Die Grenzabstände zu den Nachbargrundstücken entsprechen zwar den Bauvorschriften, aber an manchen Engstellen ist ein Begegnungsverkehr von Rettungsfahrzeugen kaum möglich bis ausgeschlossen. Lösch- und Leiterwagen können nur mit großen Schwierigkeiten und mit umständlichem Zeitverlust an Rettungspunkte navigiert werden. Inwieweit ein rasches Umfahren des Gebäudes ohne Behinderungen möglich ist, dürfte bedenklich sein.

Mit der absehbaren Nutzung der GS mit bis zu tausend Menschen stellen sich daher sorgenvoll nachstehende Fragen, mit der Bitte um Beantwortungen.
Wie ist allgemein der Grundschutz für die Nutzer der GS gewährleistet?

Gibt es für einen Großeinsatz (z. B. Brand, Explosion, Panik, Katastrophenfall etc.) für die Nutzer (Schüler/innen, Lehrkörper, Eltern; Beschäftigte und Besucher) der GS ein verständiges bzw. transparentes Rettungskonzept?

Gibt es einen Katastrophenplan und wenn, was sieht der vor?
Wurde Straßen NRW bei der Aufstellung eines Rettungskonzeptes über die K 30 (Willi-Brandt-Ring) bezüglich örtlicher und überörtlicher Sperrungen, Ampelschaltungen, Sicherungen von Rettungsgassen etc. eingebunden?

Werden Radfahrer auf dem vorfahrtsberechtigten Radweg (über die Krottstrasse) umgeleitet?

Gibt es bedingt durch einen Notfall an der GS und daraus resultierenden Sperrung bzw. verkehrliche Blockaden der Krottstrasse ein Umleitungskonzept für Kranken- Notarztwagen, die aktuell nicht an der GS benötigt werden, aber üblicherweise die Krottstrasse befahren.

Die Fragen verstehen Sie bitte als Anregung. Um Antworten wird bis spätestens zur nächsten Ratssitzung gebeten.
Die Fragen werden der Öffentlichkeit zur Kenntnis gegeben, selbstverständlich dann auch die Antworten.

Mit freundlichem Gruß

Theo Scherberich Michaela Benja Ralf Niederhäuser
Fraktionsvorsitzender  Stadtverordnete   stellv. Fraktionsvorsitzender