12.9.2009:
SCHULDENUHR Z.ZT. NICHT BETRIEBSBEREIT
Leider mussten wir die Schuldenuhr übergangsweise vom Netzt nehmen, da aktuelle Zahlen vorliegen, die ein Anpassen erfordern. Sobald die Zahlen eingespeist sind, geht die Uhr wieder ans Netz.
24.Juli 2009:
SCHULDENUHR BETRIEBSBEREIT
Auf der Kaiserstraße 105 beweist die Schuldenuhr ihren symbolischen Charakter
Seit vorgestern ist die Schuldenuhr zur Anzeige bereit, die Summe der Verbindlichkeiten ist atemberaubend hoch. Dabei kommt es nicht so sehr auf die tatsächliche Höhe des nicht vorhandenen Geldes an, da diese ja bekanntlich nach oben hin variabel ist, es geht viel mehr darum, die Weichen zu stellen, um nach der Wahl eine Ausgabenpolitik betreiben zu können, die die hohe Verbindlichkeitslast der Stadt berücksichtigt.
Schuldenuhr in Würselen unerwünscht!
Jede Uhr ist ein technisches Instrument, das gnadenlos diejenige Größe anzeigt, welche es misst.
Ob man nun ein Tuch vor das Zifferblatt hängt oder gar alle Uhren wegschmeißt, es ändert nichts am Lauf der Dinge!
Fest steht, dass die Uhr jede Stunde in der gleichen Länge anzeigt. Zwar kann man sie verwünschen, weil die Zeit soo langsam voranschreitet, oder man möchte sie verhexen, damit die Zeit stehen bleibt.
Deshalb ist es auch unverständlich, eine (Schulden-)Uhr in Würselen nicht aufstellen zu wollen!
Sie verändert die Schulden nicht!
Worum geht es?
Weil der Schuldenstand sowohl in den Bundesländern als auch beim Bund immer weiter in astronomische Bereiche steigt, hat der „Bund der Steuerzahler“ für Berlin eine Schuldenuhr fertigen lassen. Sie wird jährlich bzw. bei Veränderungen mit den aktuellen Daten so gefüttert, dass sie stets die Schulden anzeigt, welche auf einen Bundesbürger entfallen.
Eine solche Schuldenuhr zur Anzeige der Schulden einer Kommune hatte die Stadt Langenfeld im Raum Köln – Düsseldorf angeschafft und am Rathaus der Stadt angebracht. So konnte jeder Langenfelder Bürger stets dort ablesen, wie viel Schulden auf ihn entfielen.
Diese Uhr hat in Langenfeld mächtig dazu beigetragen, den mühevollen Prozess des Schuldenabbaus zu begleiten und zu unterstützen.
Langenfeld ist jetzt schuldenfrei.
Die Uhr wird dort nicht mehr gebraucht!
Die UWG Würselen hatte bei ihrem 10jährigen Bestehen den Bürgermeister der Stadt Langenfeld zu einem Festvortrag eingeladen.
Dabei schilderte dieser sehr eindrucksvoll den langen Weg zur Schuldenfreiheit. Vor kurzem hat er die Uhr erfreulicherweise der UWG Würselen zur Verfügung gestellt.
Die UWG hätte sie gerne am oder im Rathaus aufgestellt, damit sie auch hier den Prozess des Schuldenabbaus begleiten solle.
Wie schon gesagt: Schuldenuhr in Würselen unerwünscht!
Natürlich hat die UWG-Fraktion vorab einen korrekten Antrag an den Bürgermeister gerichtet, der lt. Gemeindeordnung im Rat der Stadt Würselen beraten und abgestimmt werden muss. Den Antrag finden Sie auf der Internetseite www.uwgwuerselen.de unter „Aktuelles“!
Dieser Antrag wurde – erst nach nochmaliger schriftlicher Forderung der UWG – schließlich auf die Tagesordnung des Rates gesetzt. Aber der Bürgermeister hat die Abstimmung darüber einfach unterbunden.
Die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens wird überprüft.
Für die UWG ist die Schuldenuhr eine Hilfe bei der Bewältigung des Schuldenabbaus. Lesen Sie aus der Begründung des UWG-Antrags:
„Dieser steinige Weg sollte auch in völliger Offenheit gegenüber den Bürgern beschritten werden. Dabei können die sich ändernden Anzeigen der Schuldenuhr eine hilfreiche Unterstützung sein. Sie sind sowohl Mahnung wie Ansporn und als solche auch geeignet, von den Bürgerinnen und Bürgern Zustimmung – auch für schmerzliche Schritte – zu erhalten.“
Wie schon gesagt: Schuldenuhr in Würselen unerwünscht!
Kann oder will man in Würselen mit der wahrhaftigen Anzeige dieser Uhr nicht leben?
Die UWG möchte Transparenz in die finanzielle Situation unserer Stadt bringen, auch unser Bundespräsident forderte gestern in den Medien die etablierten Parteien auf, die Bürger offen über die allgemeine belastete Finanzlage zu informieren. WIR als UWG nehmen diese Forderung ernst.
Wir möchten mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern Würselens, ins Gespräch kommen: Schildern Sie uns Ihren Eindruck per mail oder im persönlichen Gespräch. Wir freuen uns darauf. Für die UWG:
walter.quadflieg@uwgwuerselen.de
Würselen, den 2.5.2009